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Mehr Fluglärmereignisse, stabile Lärmbelastung

Trotz mehr Fluglärmereignissen ist die Lärmbelastung im Hinterthurgau 2018 in den sensiblen Nachtstunden stabil geblieben. Grund sind mehr leisere Ereignisse.

Das Departement für Bau und Umwelt hat am 27. März 2019 auf www.dbu.tg.ch den Jahresbericht 2018 des Fluglärmmonitorings Hinterthurgau publiziert. Die Messstation neben einer Wohnzone in Balterswil erfasste im letzten Jahr in den Nachtstunden von 22 bis 24 Uhr total 3'571 Fluglärmereignisse. Das sind 666 mehr als im Vorjahr und damit fast gleich viele wie 2016. In der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr wurden 2'717 Fluglärmereignisse erfasst (2016 = 2'581, 2017 = 2'168), in der zweiten Nachtstunde von 23 bis 24 Uhr 854 (2016 = 946, 2017 = 737).

Der Lärmbelastungspegel ist demgegenüber stabil geblieben, weil sich vor allem die Anzahl der leiseren Ereignisse erhöht hat. Die Belastung in der ersten Nachtstunde liegt konstant bei 43 dB(A)), in der zweiten Nachstunde kam es erneut zu einer Entlastung mit neu 38 dB(A) (2016 = 42 dB, 2017 = 39 dB). Dieser Wert wurde letztmals im Jahr 2010 verzeichnet.

Zusätzlich zur Berechnung der fachtechnisch gängigen Jahresdurchschnittswerte werden im Fluglärmmonitoring auch die Maximalpegel der einzelnen Fluglärmereignisse dokumentiert. In beiden Nachtstunden erreichte nur rund ein Fünftel aller erfassten Überflüge einen Maximalpegel über der „Aufwachschwelle“ von 60 dB(A). In der zweiten Nachtstunde war es 2016 noch die Hälfte gewesen. Das lauteste Fluglärmereignis erzeugte einen Maximalpegel von 79 dB(A).

In der ersten Nachtstunde werden ca. 20% und in der zweiten Nachtstunde ca. 73% aller Fluglärmgeräusche durch Starts ab Zürich verursacht. In den meisten Fällen handelt es sich um Flüge der Swiss: jeweils mit einer Boing 777-300ER nach Hongkong und Singapur (ca. 50 % der Fluglärmgeräusche) und einem Airbus A330-300 nach Tel Aviv (ca. 18 % der Fälle).