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AXA und Kanton Thurgau einigen sich über Reinigung der Kulturgüter

Im Untergeschoss der Bahnhofstrasse 55 in Frauenfeld kamen Kulturgüter des Kantons Thurgau mit Asbestfasern in Kontakt. Die AXA als Besitzerin der Liegenschaft und der Kanton Thurgau als Mieter haben sich über das weitere Vorgehen geeinigt. Die Reinigung und den Transport der Gegenstände übernimmt die AXA, die Einlagerung der Kanton Thurgau.

Auf den eingelagerten Kulturgütern des Kantons Thurgau im Untergeschoss der Liegenschaft Bahnhofstrasse 55 in Frauenfeld wurde Asbest nachgewiesen. Insgesamt deponierte der Kanton im Gebäude über 30'000 Objekte, die nun alle aus Sicherheitsgründen gereinigt werden müssen.

Die AXA gab unter der Führung der Firma Ecosens bei verschiedenen spezialisierten und ausgewiesenen Fachberatern ein Reinigungskonzept in Auftrag, das nun gemeinsam mit der Fachberaterin des Kantons Thurgau (bafo GmbH) finalisiert und verabschiedet wurde. Zudem einigten sich die AXA und der Kanton über die Kostentragung der gesamten Arbeiten. Die AXA übernimmt als Liegenschaftsbesitzerin sämtliche Kosten für die Reinigung, die Verpackung, den Transport und die Anlieferung sämtlicher Kulturgüter am neuen Standort und übergibt diese dem Kanton zur Konservierung im neuen Archiv. Der vorliegende Fall ist einzigartig, die Kosten sind darum schwierig abzuschätzen. Man geht heute von Kosten im tiefen einstelligen Millionenbereich aus.

Die Reinigungsarbeiten finden an der Bahnhofstrasse 55 statt, wo im Erdgeschoss eine spezielle Reinigungszone eingerichtet wird. So ist garantiert, dass kein ungereinigtes Objekt das Gebäude verlässt. Für die Reinigungsarbeiten wird nun eine spezialisierte Firma mittels Ausschreibung gesucht. Die Arbeiten starten frühestens Anfang 2019.

«Wir freuen uns, dass wir uns mit dem Kanton Thurgau auf eine konstruktive Lösung einigen konnten», erklärt Michael Keller, Leiter Bau & Entwicklung und Projektverantwortlicher bei der AXA. «Uns ist es ein grosses Anliegen, dass wir die Exponate dem Kanton Thurgau professionell gereinigt und unter den nötigen Sicherheitsvorkehrungen übergeben können.»

Sehr zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung ist auch Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departements für Bau und Umwelt: «Wir konnten mit der AXA eine gute Lösung erzielen und sind erleichtert, dass die Exponate alle fachgerecht gereinigt und gemäss Attest der involvierten Fachfirmen danach wieder bedenkenlos der musealen Nutzung und Forschung übergeben werden können. Es handelt sich bei den Kulturgütern um einen wichtigen Teil der Thurgauer Geschichte.» Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei die bevorstehende Reinigung zentral. «So haben sie Gewähr, dass künftig nicht mehr mit Asbestfasern auf den Kulturgütern gerechnet werden muss.»